2018 Mercedes-Benz X-Klasse X250d Fahrbericht Probefahrt Kaufberatung Fakten Test Pickup Vergleich

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Es gibt gar keine Gründe es zu verschweigen. Natürlich läuft die Mercedes-Benz X-Klasse, also der neue Pickup mit Stern, im Nissan-Werk in Barcelona vom Band. Die X-Klasse basiert auf dem Nissan Navara, das sieht und spürt man in einigen Punkten, aber die Entwickler haben einiges daran gesetzt hier einen Mercedes-Benz auf die Räder zu stellen, der den Zentralstern im Bereich des Kühlergrills auch verdient.
Fahrdynamik, Komfort, Design, Sicherheit, Vernetzung und umfassende Individualisierung – das sind die Grundzutaten für einen guten Mercedes-Benz, mit diesen Grundtugenden möchte Mercedes-Benz ihre Kunden gewinnen und dementsprechend testen wir die X-Klasse auch genau zu diesen Punkten.

Ab dem Marktstart stehen zwei bekannte Vierzylinder-Diesel-Aggregate zur Verfügung. Aus 2,3 Liter Hubraum realisiert der X 220d 163 PS und die zweite Leistungsstufe mobilisiert 190 PS. Das wäre der X 250d, den wir mit der 4MATIC, sprich dem Allradantrieb und einer sieben Gang Automatik fahren konnten. Später folgt dann noch der X 350d, ein V6-Diesel mit 258 PS und einem Drehmoment von 550 Nm. Bei der Probefahrt mit dem X 250d überzeugte die X-Klasse durch souveräne Lenkleistungen und auch die Bremsanlage präsentiert sich ausreichend groß dimensioniert.

Die X-Klasse bekommt in allen europäischen Ländern, also auch in Deutschland, serienmäßig das Komfortfahrwerk. Das macht auf der Straße einen richtig guten Eindruck, federt Bodenwellen angenehm weg und stößt nur bei schlimmen Schlaglöchern an die Grenzen. Auf einem abgesperrten Offroad-Parcour konnten wir die X-Klasse mit dem um 20mm höher gelegtem Offroad-Fahrwerk erfahren. Die größere Bodenfreiheit von dann insg. 22 cm sorgt für eine gute Geländegängigkeit, wohlwissend, dass die meisten Käufer vermutlich das Fahrzeug höchstens mal auf einem Wald- und Wiesenweg bewegen werden.
Ansonsten sitzen die Passagiere vorne sehr bequem, die Sitze sind gut einstellbar. In der Höhe verstellbar präsentiert sich das Lenkrad und die Gurte vorne. Alle Bedienungselemente im Fahrzeug lassen sich gut erreichen und intuitiv bedienen. Auf den ersten Blick sieht es im Interieur aus wie in einem “richtigen Mercedes” und er hört sich während der Fahrt auch so an, es ist richtig angenehm leise im Innenraum nur zwischendurch hört man den Klang der bekannten 4-Zylinder Diesel.

Ein großer Zentralstern im Kühlergrill, der die Zugehörigkeit zu den G-Modelen (GLE, GLA, GLS) von Mercedes-Benz darstellen soll. Auf den erste Blick ein Mercedes! Wer den Blick schweifen lässt, sieht typische Mercedes-Benz Gestaltungstechnologien im Ex- aber auch im Interieur.

Sieben Airbags, ein aktiver Brems-Assistent, ein Spurhalte-Assistent (nicht adaptiv, er warnt nur), ein Verkehrszeichen-Assistent, ein Stabilitätsprogramm für Fahrten mit dem Anhänger (bis zu 3,5 Tonnen können gezogen werden), optionale LED Scheinwerfer, ein Tempomat und natürlich ein Notrufsystem.

Gefahren sind wir den X 250d, sprich einen 2,3 Liter 4-Zylinder Diesel von Nissan. Dieser gibt seine Leistung von bis zu 190 PS über eine 7-Gang Automatik auf die Hinterräder ab. Optional kann man die 4MATIC aktivieren. Günstiger wird es, was den Verbrauch betrifft, im 2WD-Modus. NEFZ sagt 7,9 und wir konnten genau diesen Wert bei einer Überlandfahrt von knapp 230 km spielend erreichen, vermutlich hätte man sogar noch darunter liegen können. Die Lenkung arbeitet souverän, die Bremsen lassen sich gut dosieren und nach einer kurzen Eingewöhnungsphase konnte man die X-Klasse selbst durch enge Kurven bewegen. Man muss die Länge halt im Blick behalten. Kaufempfehlung 360° Kamera, mit der Vogelperspektive hat man sogar im Gelände einen guten Überblick und auch bei dem Wendekreis von 13,4 Metern hilft das System ausgesprochen gut.

In Deutschland startet die X-Klasse ab 37.294 Euro. Natürlich gibt es zahlreiche Individualiserungsmöglichkeiten wie z.B. ein Hardtop, eine Softbar, eine Heckjalousie usw. Das Fahrzeug gibt es in drei verschiedenen Ausstattungen, im Innenraum kann man sich bei den Sitzen austoben, bei den Dashboards und im Exterieur bei den Farben und Felgen. Bis zu 19″ große Räder ziehen in die Radkästen, Mercedes sorgt schon dafür, dass dieser Premium-Midsize SUV, noch mehr Geld in die Kassen spülen wird.

Kommen wir zum Fazit: Gut gemacht Mercedes. Gute Grundzutaten genommen, etwas nachgewürzt, etwas verschärft und durch gute Eigenkompositionen ergänzt. 1,1 Tonnen Zuladung, bis zu 3,5 Tonnen darf die X-Klasse ziehen und es ist das erste SUV von einem Premium-Hersteller, wenn wir den legendären G 6×6 nun einfach mal ausblenden.

Fahrberichte gibt es auch auf meinem Automobil-Blog unter http://www.rad-ab.com – Footage © Mercedes-Benz, Fotos: Hersteller & Philipp Deppe von http://www.mbpassion.de