2019 Audi R8 V10 Coupé performance: Fahreindruck | Fahrbericht | Test | Review | Fazit

Heute endet unsere 2019 Audi R8 Coupé V10 Coupé performance Woche. Heute bekommt ihr den Fahreindruck und mein Fazit, sowie eine kleine Zusammenfassung.

Wenn man innerhalb von 3,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt, dann ist das wie eine Fahrt in einer Achterbahn. Wenn der 5,2 Liter V10 hinter einem dabei noch für ein sonores Klangbild sorgt und sich bei den Passagieren eine Gänsehaut einstellt dann spricht man von Glücksgefühlen. Wenn Schmetterlinge in der Magengegend um die Wette schwirren, ja dann sitzt man in einem Super-Sportwagen.

V10! Hach! Zylinder sind inzwischen das Statussymbol, das man nicht mehr auf dem Kopf, sondern unter der Motorhaube hat. 10 Zylinder Motoren sind echt selten geworden und sie werden früher oder später aussterben.

Der R8 ist also ein Dinosauerier und einige werden sagen, dass man solche Spritschleudern gar nicht schnell genug von der Straße bekommen kann.

Für alle die der Meinung sind, dass man nur im Altenheim zwangsbeamtet wird, ihr seid hier richtig, denn einen Turbolader gibt es hier nicht. Der V10 darf noch frei atmen und saugen und das sogar über die 8.000 Umdrehungen hinaus. Denn da schreit euch der R8 an: “Ist das schon alles?” und erst bei knapp 8.800 U/Min meldet sich der Drehzahlbegrenzer!

Let´s talk about Speed Baby! 250? Pah! 300? Pah! Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei Tempo 331 km/h. Unter uns? Das ist wie fliegen! Nur viel gefährlicher, denn die anderen Verkehrsteilnehmer können diese Geschwindigkeit garantiert nicht mehr einschätzen.

Apropos Fliegen! Die Fliegen denken sich garantiert: Das ist wie eine Fliegenklatsche! Weniger Mücken 2019? Ich bekenne mich schuldig! Aber lieber an einer R8 Front als durch eine olle Zeitung sterben, oder?

Der Tankwart denkt sich: Halleluja! Auf der Rolle soll man kombiniert mit 13,1 Liter auf 100 km auskommen.

Ich könnte das nun so stehen lassen, aber wir sind ja unter uns? Schafft man nicht! Niemals! Never ever! Nicht wenn man den Audi R8 artgerecht hält.

Wer es schafft den R8 bei sportiver Fahrweise auf 13,1 Liter zu fahren, der bekommt von Greta garantiert einen grünen Umweltpreis verliehen. Ich schaffe das nicht. Wenn ich mit 80 km/h über die Landstraße rolle, dann unterbiete ich natürlich den Rollenwert – aber Fahrspaß sieht dann auch anders aus. Dann habe ich übrigens Zeit um die gute Musikanlage zu genießen. DAB+, Apple CarPlay usw. stehen mir hier zur Verfügung.

Der 73 Liter große Tank darf übrigens mit der besten Suppe gefüllt werden die es an der Zapfsäule gibt und somit grüßt, bei Vielfahrern, täglich nicht nur das Murmeltier, sondern auch der Tankwart. Ich sag euch, da können großartige Freundschaften entstehen an so einer Zapfsäule.

Spaß machen Landstraßen und halt die Autobahn, Rennstrecken sicherlich auch. In der Stadt quält ihr euch und den R8, werdet aber häufig von Smartphone-Zombies fotografiert. Wenn ihr so ein Fahrzeug fahrt, dann müsst ihr damit leben, dass es häufiger als Selfie-Hintergrund dient.

Die Kraft geht über alle vier Räder auf die Straße, diese sollte gut asphaltiert sein, denn im Audi R8 Coupé V10 performance ist natürlich ein sportliches Fahrwerk verbaut. Mit dem Popometer könnt ihr die kleinsten Fahrbahnunebenheiten erspüren. Selbst die weißen Markierungslinien auf der Autobahn.

Traktionsprobleme kennt das Fahrzeug auf trockener Fahrbahn scheinbar nicht, wenn man es übertreibt – und dann seid ihr viel zu schnell auf öffentlichen Straßen unterwegs, dann spürt man die physikalischen Grenzen. Man sollte in jeder Fahrschule einen R8 einsetzen, das Fahrzeug bleibt nämlich selbst im Grenzbereich wunderbar beherrschbar. Man hat auch nie das Gefühl, dass das Fahrzeug einen bevormundet und natürlich lasst ihr immer und stets das ESC sprich das elektronische Stabilitätsprogramm eingeschaltet. Neutral fährt der R8, das liegt sicherlich auch an der perfekten Gewichtsverteilung 42 vorne – 48 hinten, viel besser kann man es doch gar nicht machen.

Exakt, bissig und blitzschnell! Das ist der R8! Die Lenkung ist so präzise, wie eine Lenkung nur sein kann. Die Bremsanlage so bissig wie Dr. Best sein Sohn und das Fahrwerk? Ein Traum! Wirklich – ein Traum! In Kombination mit den 20″ Rädern im Radkasten ist dieses Fahrzeug eine Lobeshymne auf alle Ingenieure, egal ob nun vom Motor, vom Getriebe oder vom Fahrwerk – hier passt einfach alles. Abgespeckt hat das Fahrzeug auch, denn trotz der ganzen vielen schweren Komponenten wiegt dieser Super-Sportwagen gerade einmal 1.6 Tonnen. Da muss man als Fahrer schon mitmachen und das Leistungsgewicht nach unten korrigieren, hier zählt jedes Gramm.