Ihr fragt – Hersteller antworten #01: Eure Fragen zum Autonomen Valet Parking von Bosch

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Ich habe ja gestern ein Video über das autonome Valet Parking System von Bosch gebracht, welches in Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz im Mercedes-Benz Museum in Stuttgart, welches übrigens sehr zu empfehlen ist, getestet wird. Wenn ich unter meinen Videos Zuschauerkommentare mit Fragen bekomme, dann versuche ich die stets zu beantworten. Ab sofort auch in Videoform, damit hoffe ich euch einen Mehrwert bieten zu können, Community-Arbeit 2.0 halt – ihr gestaltet das Programm mit.
Für alle die das Video noch nicht gesehen haben, hier also die Kurzform. Bosch baut die Infrastruktur ins Parkhaus, Mercedes stellt die passenden Fahrzeuge und über eine Softwareschnittstelle kann man die Fahrzeuge im Parkhaus autonom parken und auch vorfahren lassen. Klingt nach Knight Rider und Jetsons, ist aber schon die Gegenwart und ab 2018 wohl auch für den Kundentest freigegeben.
Zwei Fragen zum Video kamen direkt zum Anfang, und die fand ich so gut, dass ich nachgefragt habe. Kommen wir nun also zu Frage 1:

“Und wie ist das mit der Sicherheit 😀… Jedes System hat eine Schwachstelle… so ist dann jedes Parkhaus ein Auto “Automat” für Hacker?“ fragt z.B. Andrew und hier habe ich eine Antwort von Bosch für euch.

“Bezüglich der Sicherheit ist es natürlich so, dass die Entwicklung nach dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik erfolgte. Mehrschichtige Schutzmaßnahmen stellen sicher, dass die AVP Funktion ausschließlich durch ein konsistentes und vollständig betriebsbereites System durchgeführt werden kann. Die Erkennung und Vereitelung von – auf die AVP Infrastruktur abzielende Hacker-Angriffe – erfolgt sowohl auf technischer als auch physikalischer Ebene gemäß dem Stand der Technik. Bosch bittet allerdings auch um Verständnis, dass über die Lösung – wie Bosch das sichergestellt hat – keine weiteren Details mitgeteilt werden können.”
…und dafür habe ich Verständnis! Ich weiß aber z.B. von anderen technologischen Over the Air Lösungen, dass man sich immer zwei mal absichert, die Daten über eigene Server geschickt werden etc… kommen wir nun also zur zweiten Frage:
Bernardo möchte wissen: “Wie ist das aber mit Autos von Mercedes-Benz älteren Jahrgangs?”

Auch hier habe ich eine Antwort von Bosch erhalten, die ich mir so ähnlich schon gedacht habe, aber ich wollte ja auf Nummer sicher gehen.

Grundsätzlich liegt die Sensorik in der Infrastruktur. Also das was Bosch verbaut im Parkhaus, aber die Autos „älteren Jahrgangs“ müssten gewisse technische Voraussetzungen erfüllen, die nicht so einfach nachrüstbar sind: Dabei sind Automatikgetriebe, ESP, elektrische Feststellbremse, elektrische Lenkunterstützung, die Kommunikationseinheit sowie der Remote Start/Stopp die wesentlichen Elemente. Bosch arbeitet aber – und das darf ich euch schon mal verraten -an einer Nachrüstlösung.
Okay, ein Automatikgetriebe wird man vermutlich nicht so leicht nachrüsten, aber die Kommunikationseinheit – da sehe ich durchaus Plugin & Play Möglichkeiten in der Zukunft.
Warten wir es einfach mal ab. Habt ihr auch Fragen zu diesem oder anderen Videos? Einfach drunter kommentieren. Unter diesem Video könnt ihr auch gerne mal ganz andere Fragen stellen. Werde ich – sofern nicht zu persönlich – beantworten.

Weitere Informationen findet ihr z.B. auf meinem Automobil-Blog unter http://www.rad-ab.com – Über Kommentare, Likes und Abos freue ich mich natürlich und auch gerne über eure Wünsche. Haut in die Tasten, bis zum nächsten Video, euer Jens.

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