VoC 003: Infiniti Q50 2.0t Test / Fahrbericht

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Folge 3… Kinder wie die Zeit vergeht! Heute will ich mit euch über meine ganz persönlichen Tops und Flops vom Infinti Q50 sprechen. Fangen wir also an mit den Tops…

Mir gefällt die Optik, die Stoßstange vorne, die Scheinwerfer vorne, die Seitenlinie und sogar das Heck, wenn man mal von den Rückleuchten absieht, die gefallen mir nicht ganz so. Also optisch gesehen finde ich den Q50 wirklich Top.

Er positioniert sich ja gegen die C-Klasse, den 3er BMW oder aber auch den Audi A4. Dementsprechend hoch waren hier auch die Erwartungen in Sachen Design, Haptik und Materialanmutung und ja, ich darf gestehen, auch hier hat der Infiniti Q50 mich nicht wirklich enttäuscht. Der Teufel steckt eher im Detail. Doch dazu gleich mehr. Top finde ich, nach etwas Eingewöhnungszeit, die beiden Displays. Das untere ist anfällig für Fingerabdrücke, das obere lässt sich auch bei starken Sonnenstrahlen sehr gut ablesen. Ich konnte mein iPhone innerhalb von wenigen Sekunden (natürlich nur im Stand) pairen und dann nicht nur meine iTunes Musik abspielen sondern auch Spotify nutzen. Das mag ich, das liebe ich, gut und einfach – so muss es sein. Die Bose Anlage hat ordentlich Wumms.

Tja, und da kommen wir schon zu den Flops. Ich hatte es in der letzten Folge schon gesagt: Mir fehlt bei der Beschleunigung der Kick. Klar! Der Infinti ist eine Limousine, aber die C-Klasse z.B. die nimmt dem Infiniti hier bei der Beschleunigung 0,8 Sekunden ab und ist auch bei der Höchstgeschwindigkeit etwas schneller.

Denke ich an Infiniti, dann denke ich doch auch an die Formel 1 Partnerschaft, an schnelle Fahrzeuge, an dem Spaß der puren Beschleunigung und auch an den gewissen Sound. Den vermisse ich hier auch, die Abgasanlage ist mir zu leise, ich hätte es gerne etwas sonorer und beim Verbrauch kann ich sagen, dass ich den NEFZ-Wert leider nicht erreicht habe, ich lag stets 1-2 Liter drüber.

Ich hatte damals schon im Ausfahrt.TV Video gesagt, dass ich mit der Lenkung nicht so gut klar komme. Ich fühlte mich damals schon nicht so ganz verbunden mit dem Fahrzeug, ja sogar entkoppelt. Mir mangelte es einfach an der Rückmeldung und der Mensch – in dem Fall also ich – ist da wohl ein Gewohnheitstier. Nach knapp 10 Tagen mit dem Infiniti Q50 fällt das definitiv nicht mehr so stark ins Gewicht und man erwischt sich dabei, die Kurven auch mal etwas zügiger zu fahren und freut sich über die direkte Lenkung, jedoch wenn man drauf achtet, dann fehlt die Rückmeldung von der Fahrbahn.


In Sachen Alltagstauglichkeit ist mir aufgefallen, dass der Kofferraum etwas zerklüftet ist. Wir kaufen gerne mit so Plastik-Kisten ein. Davon passen leider nicht drei nebeneinander. Ansonsten ist der Kofferraum aber familientauglich und groß genug. Das gilt auch für das Platzangebot im Innenraum. Aufpassen muss man beim Anschnallen der Kinder, da die Kindersitze oft breiter sein dürften als der vorgesehene Platz. Dann wird es teilweise ganz schön eng für die Finger. Ich habe mir einmal beim anschallen sogar mal den Daumen verdreht, das ist ziemlich schmerzhaft.

Nach knapp 10 Tagen kann ich aber sagen, dass der Infiniti Q50 auffällt. Vermutlich liegt das daran, dass ihn viele gar nicht kennen. Mit den Premiummarken kann man ihn durchaus vergleichen, es sei denn man schaut sich zuerst den Tankdeckel an, der sieht nämlich aus wie ein Bauteil aus den 80er Jahren. Eventuell hat man da bei der Produktion noch ein paar Teile gefunden die unbedingt weg mussten.

Mein Fazit zum Q50 ist trotzdem positiv. Gut verarbeitet, gutes Fahrwerk und definitiv auch geeignet für längere Strecken. Die Sitze sind bequem, das Infotainmentsystem modern und da der Motor ja leise ist kann man bedenkenlos auch die Anlage aufdrehen.

Preislich gesehen startet der Q50 2.0t AT in der Premium-Ausstattung bei einem Basispreis von 39.260 Euro, die Sport-Variante bei 43.790 Euro und damit spielt er nicht nur optisch, sondern auch preislich in der Premium-Liga. Nun stellt sich aber die Frage: Will ich dann wirklich einen Exoten fahren? Die Frage könnt ihr ja mal beantworten.

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