10 Gründe warum ich den neuen Nissan Townstar besser finde als einen VW Caddy | Voice over Cars

Der Nissan Townstar ist besser als der VW Caddy? Hat er nicht gesagt! Doch hab ich! Ich finde, nach der ersten Sitzprobe, den neuen Nissan Townstar, der auf der gleichen Plattform basiert, in vielen Punkten besser als den aktuellen VW Caddy und wenn ich beide zur direkten Wahl hätte, ich würde mich für den Townstar Kombi entscheiden, wenn da nicht ein kleiner Haken wäre.

Während es den aktuellen VW Caddy, irgendwann, in ferner Zukunft, zunächst mal als Plugin-Hybrid-Modell gibt, kommt der Townstar bereits im nächsten Jahr als rein elektrisch angetriebene Version auf den Markt. Die genauen Details dazu gibt es drüben auf Electric Drive, hier nur mal ganz schnell die harten Fakten: Peakleistung von 90 kW, ein Drehmoment von 245 Nm, eine 44 Kilowattstunden fassende Batterie, eine Reichweite von 285 Kilometer und – HALLELUJA – CCS-Nasenlader mit bis zu 75 kW. Noch besser, 11 kW bzw. optional 22 kW Ladeleistung an den Wallboxen. Sowas will man doch haben.

Den Marktstart macht allerdings ein 96 kW starker 1.3 Liter Benziner mit einem Drehmoment von 240 Nm. Der gibt seine Kraft stets und zunächst ausschließlich über ein manuelles 6-Gang Getriebe und anschließend über die Vorderachse auf die Straße. Diesel? Nö! Automatik? Auch nicht! Doppelkupplungsgetriebe? Fehlanzeige! Allerdings entspricht der Townstar damit genau dem Wunsch meiner Frau: Benzin Motor und Handschaltung. Ich hätte lieber die Elektroversion, die bietet auch mehr Assistenzsysteme.

Ich hab mit meiner Körpergröße von 1,75 eine ideale Sitzposition gefunden. Klar! Tekna Ausstattung, Sitzverstellung in der Höhe, das Lenkrad lässt sich axial und vertikal verstellen, der Gurt verfügt über eine Höhenverstellung. Vor mir der gut ablesbare Tacho, daneben das Infotainmentsystem welches auch mit Apple Carplay und Co funktioniert.

Hach, wie schön eben die Ladefläche ist – lässt man die Kinder zu Hause, hat man mit dem Townstar einen 1A Transporter. Die Gurte werden dabei vor dem Einklemmen geschützt und die Heckklappe erlaubt eine Standhöhe von ca. zwei Meter. Die Ladekante ist schön niedrig und wenn das alles nicht reicht, kann der Townstar auch noch Anhänger bis zu 1,5 Tonnen ziehen.

Schaut euch mal die Fülle der Ablageflächen an, hier gibt es ja so viele Geheimfächer, dass ich hier schon verstecken spielen könnte. Familien brauchen viele Ablagen und wenn die Kinder heranswachsen wird ein Punkt noch viel wichtiger, nämlich Punkt 5!

Fünf USB-Anschlüsse, drei 12 Volt Steckdosen – für Spiel, Spannung und Strom ist also gesorgt. Der Townstar präsentiert sich nicht nur gut vernetzt, sondern auch als spendabler Stromspender, denn auch das Smartphone kann kabellos aufgeladen werden.

Die Nissan Townstar Schiebetüren öffnen sich leise, das gilt auch für die Heckklappe. Schlafende Kinder werden hier also nicht geweckt.
Warum gibt es so eine pfiffige Smartphone-Halterung nicht in jedem Fahrzeug? Finde ich großartig. Allein für die Halterung würde ich den schon bestellen.

Der Preis spielt natürlich auch eine große Rolle, den Preis des Nissan Townstars weiß ich noch nicht, aber er dürfte Ausstattungsbereinigt immer noch günstiger sein als der VW Caddy. Die 1.5 Liter Benziner des Klassenprimus verfügen über weniger Leistung und starten ab 27.132 Euro, mit ein paar Optionalitäten und Wünschen schafft man es ganz locker sich den VW Caddy auf über 40.000 Euro zu konfigurieren.

Für mich auschlaggebend, ich mag das Design. Ich finde den wirklich für einen Hochdachkombi richtig attraktiv. Außerdem mag ich die Marke Nissan, aber das steht auf einem ganz anderen Blatt Papier. Der Townstar ist der erste Hochdachkombi, der mir sofort gefällt. Quasi Liebe auf den ersten Blick, da übersieht man auch schon mal augenscheinliche Mängel, zu den Kritikpunkten kommen wir noch – was für ein Cliffhänger, oder?
Für die Elektrovariante gilt eine Acht-Jahres-Garantie bis 160.000 Kilometer auf die Batterie und fünf Jahre Garantie auf die restlichen Komponenten.

Nissan Townstar Kritik? So, genug gelobt, jetzt hagelt es natürlich auch noch etwas Kritik, sonst denkt ihr noch Nissan hätte mich für dieses Video bezahlt. Ich kritisiere vor allem den zu kleinen Akku bei der Elektroversion, was für die Handwerkskiste vermutlich ideal ist, ist mir als Elektroauto-Familienvater viel zu wenig. Also muss ich zum Verbrenner greifen, da finde ich es löblich, dass Nissan hier nur den 130 PS Benziner anbieten, allerdings hätte ich den gerne mit einer Art Automatik gehabt. Bei dem Vorserienmodell hatten die hinteren Fensterheber keine Fensterheber-Automatik, sprich auch keinen Einklemmschutz. Inzwischen sind meine Kinder alt genug, also kann ich das verschmerzen. Die Getränkehalter sind mir persönlich etwas zu tief, aber irgendwas ist ja immer…

So, ich brauche eigentlich nur noch ein günstiges Angebot von meinem Lieblings Nissan Händler Mattern in Bielefeld – nein, auch das war keine Werbung, die Zustimmung meiner Frau und schon könnte der Townstar Kombi demnächst unseren VW Caddy ablösen!