1989 Mercedes Benz 190E 2.5-16V EVO vs. Mercedes-Benz C-Klasse mit Plug- in-Hybrid | Voice over Cars

Darf ich vorstellen? Das ist ein Mercedes-Benz 190E 2.5-16V EVO. Dieser Traumwagen der 90er Jahre hat gerade einmal knapp über 36.000 Kilometer gelaufen, der riecht im Innenraum wie ein Neuwagen und unter der Haube? Da spielt die Musik! Ein 2,5 Liter 16 Ventiler mit einer Leistung von 194 PS, sofern ein KAT verbaut war. Dann verfügte dieses Geschoss über ein Drehmoment von 235 Nm. Innerhalb von 8,5 Sekunden ging es auf Tempo 100 km/h und die Höchstgeschwindigkeit war bei 230 km/h erreicht. Zugegeben, würden wir heute Autoquartett spielen, dann zieht der EVO keinen Hering mehr vom Teller, bzw. keinen Trumpf mehr an Land, aber für mich ist das der Inbegriff vom 190er Benz, dem Vorgänger zur heutigen C-Klasse. 502 Stück wurden gebaut, 1320 kg war das Fahrzeug damals schwer, in den Radkästen drehen sich 225/50 16″ Reifen auf 8Jx16 Felgen mit einer Einpresstiefe von 34. Damals, da war so ein Fahrzeug mit einer Länge von 4,43 und einer Breite von 1,72 Meter ohne Außenspiegel schon stattlich. Der Preis allerdings auch, los ging es ab 87.204 DM. Heute bekommt man so ein Fahrzeug in so einem Zustand nicht unter 100.000 Euro, für ein Fahrzeug im Bestzustand zahlt man gerne auch das Doppelte. Achtung: Originale EVO waren immer in Blauschwarz-Metallic lackiert und hatten orangefarbene Blinker. Schwarzes Leder, elektrische Fensterheber, Holzapplikationen, ein Tacho bis Tempo 260 und ein Drehzahlmesser, bei dem der Rote Bereich erst bei 7.500 Umdrehungen anfängt. Für die Gangwechsel zeigt sich ein 5 Gang GETRAG Getriebe verantwortlich und die Kraft geht naturgemäß über die Hinterräder auf die Fahrbahn. Die Räder stecken unter den Kotflügelverbreiterungen und zur Erhöhung des Abtriebs brachte man vorne einen tiefen Frontspoiler und auf dem Heck einen Flügel an und ja, es gab auch viele Nachbauten.

Hach! Das war eine tolle Zeit. Da mochte ich auch noch die DTM. Allerdings muss man auch erwähnen, dass wir in spannenden Zeiten leben. Die C-Klasse ist einer der Grundpfeiler von Mercedes-Benz. Optisch darf diese zwar keinen aufrecht stehenden Stern mehr auf der Haube tragen, dafür bekommt die nun richtig interessante Antriebe unter die Haube. Blicken wir in Richtung Hybridisierung, dann könnte der C 300e z.B. mit einem 150 kW starken Benziner aufwarten. Nun muss man kein Mathe-Genie sein um festzustellen, dass alleine der Benziner schon stärker ist, also das EVO Modell damals. Dazu gesellt sich aber noch ein 95 kW starker Elektromotor, der alleine über ein Drehmoment von 440 Nm verfügt.

Damit 205 Nm mehr als der 190E EVO – die Elektromobilität bringt echte Vorteile mit sich, auch in Sachen Gewichtsbalance, denn durch die geschickte Montage der Batterie auf der Hinterachse sorgt man ganz einfach dafür. Die Hochvolt-Batterie sei eine Eigenentwicklung der Mercedes-Benz AG. Sie besteht aus 96 Zellen. Die Akku-Gesamtkapazität beträgt 25,4 kWh. Dies führt zu einer deutlichen Steigerung der Reichweite in den Bereich von rund 100 Kilometern. Um der hohen Leistungsdichte Rechnung zu tragen, verfügt die HV-Batterie über eine innenliegende Kühlung. Über das Thermomanagement kann so die Betriebstemperatur unabhängig von der Innenraumklimatisierung geregelt werden. Dies ermöglicht neben dem Dauerbetrieb in Heiß- und Kaltländern auch das Schnellladen mit Gleichstrom.

Was ist wichtig bei einem Plug-In Hybrid? Eine möglichst hohe elektrische Reichweite, oder? Wie wäre es mit bis zu 100 Kilometer? Was ist noch wichtig? Natürlich muss man auch laden können, wie wäre es da also dem Kunden die Wahl zu lassen: Schnarchlader, 11 kW oder bis zu 55 kW? Sicherlich optional und gegen Aufpreis, der Controller muss sich schließlich auch freuen, aber die Wahlmöglichkeit ist grandios. Wer fährt die C-Klasse? Wenn die C-Klasse als Firmenfahrzeug eingesetzt wird, wird in der Regel ein Kombi – sprich ein T-Modell genommen und gerne als Diesel. Problem bis dato: Es gibt nicht viele Diesel-Plugin-Hybride und schon gar keine mit einer ernstzunehmenden, rein elektrischen Reichweite. Das ändert sich nun! Denn die C-Klasse gibt es sowohl als Benziner, auch als Diesel – als Limousine und als Kombi, mit Heck- oder Allradantrieb und wie gesagt mit unterschiedlichen Lademöglichkeiten für die 25,4 kWh große Batterie. Wenn ein PHEV also eine Förderung verdient hätte, dann jawohl so ein Modell, oder? Die meisten Strecken könnte man vermutlich rein elektrisch zurücklegen – uns so unterm Strich sogar Geld sparen – und wenn es dann doch mal weiter gehen muss, kann man entweder laden oder halt den Verbrenner nutzen. Übrigens: Über den Verbrenner den Akku laden geht bei der C-Klasse als PHEV nicht, es macht ökologisch betrachtet keinen Sinn, das weiß man auch beim Daimler und das finde ich auch gut so.

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