2020 SKODA SLAVIA Azubi Concept Car | Skoda Scala Spider | Fakten Infos Sound Vorstellung Design

Das Rezept klingt einfach: Man nehme also einen Skoda Scala, entfernt das Dach, schweißt die hinteren Türen zu und zack – fertig ist der Slavia. Naja, fast – etwas mehr steckt dann schon noch dahinter.

Der Skoda Slavia ist ein klassischer Spider und fährt ohne Dach vor. Das wissen wir bereits! Das in White Crystal Blue lackierte Concept-Fahrzeug präsentiert sich mit Details in Black Magic. Wir sehen neben der Karosserie-Veränderung vor allem auch noch eine modifizierte Front-Verkleidung doch was dreht sich da eigentlich in den Radhäusern?

In den Radhäusern drehen sich 8×20″ Räder, die man sich vom Skoda Kodiaq RS geliehen hat. Die 235/30 20″ Continental SportContact 6 bringen in dem Fall die Kraft auf die Vorderachse, passen aber nicht auf den Kodiaq RS, da muss man mindestens 235/45 R20 fahren, sonst passt das mit dem Abrollumfang nicht. Hinter den Felgen versteckt sich die Bremsanlage vom Skoda Octavia RS. Das Fahrzeug präsentiert sich ca. 3 cm tiefergelegt. Schön, wenn man die passenden Teilespender im Werk hat, oder?

An der Seite sehen wir Monte Carlo Schwellerleisten, darunter befinden sich LEDs mit verschiedenen Leuchtfunktionen, möglich sind alle RGB-Farben.

Am Heck eine speziell gestaltete Heckschürze und natürlich die Heckklappe mit dem integrierten Spoiler.

Darüber sieht man die Abdeckung mit den typischen Höckern. Liebe zum Detail spürt man an jeder Ecke und Kante, so sind sehr glatte Übergänge an der A-Säule aber auch an den Türen zu erspähen. Großartig! Das schaffen andere Premium-Hersteller nicht einmal in der Serienfertigung.
Der Skoda-Schriftzug ist beleuchtet und hat zugleich die Brems- aber auch die Rückfahrlichtfunktion. Ein cooles Feature, welches so aber vermutlich so schnell keine Zulassung bekommen dürfte.

Lust auf Abmessungen? Nun gut, die verwundern zumindestens die Experten nicht, denn die erinnern stark an das Spenderfahrzeug:
Der Skoda Slavia ist 4,36 Meter lang, ohne Außenspiegel 1,79 Meter breit und gerade einmal 1,41 Meter flach. Der Radstand von dem 2-Sitzer beträgt 2,65 Meter und wir haben eine Bodenfreiheit von 18 cm. Damit hat er eine höhere Bodenfreiheit als der Scala, das liegt natürlich an den größeren Rädern. Das Leergewicht liegt bei 1.210 kg, ist also knapp 55 kg leichter.

Unter der Motorhaube findet man einen 1.5 Liter TSI mit einer Leistung von 110 kW, das sind 150 muntere Pferdchen. Die Kraft geht über das 7-Gang Doppelkupplungsgetriebe und anschließend über die Vorderachse auf die Fahrbahn. Die Abgase werden über die modifizierte Auspuffanlage über zwei Endrohre in die Freiheit entlassen und kann euch sagen, das klingt schon ganz kernig, wäre so aber in Deutschland nicht zugelassen. Ich habe die Azubis übrigens gefragt warum Sie sich für den Benziner entschieden haben und die Antwort überrascht mich nicht: Zu einem Spider gehört auch etwas Klang, damit weckt der 150 PS Benziner also ein paar Emotionen mehr.

Wir gehen nun einfach mal davon aus, dass wir es hier mit dem normalen Scala-Motor zu tun haben. Sprich, der Motor erreicht seine Höchstleistung bei 5.000 Umdrehungen und verfügt über ein maximales Drehmoment von 250 Nm. Beim Scala reicht der Motor aus um innerhalb von 8,2 Sekunden auf 100 km/h zu beschleunigen und man erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 220 km/h.

Im Innenraum sitzen Fahrer und Beifahrer auf Sparco-Rennsitze. Gesichert werden die Passagiere durch Vier-Punkt Sicherheitsgurte, die man aus dem Rennsport kennt. Durch weiße Kontrastnähte veredelt, präsentiert sich der Innenraum und in der Hutablage entdeckt man einen Teil der Hifi-Anlage. Denn hier drehen die Azubis noch einmal richtig auf, 320 Watt für die normalen Lautsprecher und 2.250 Watt für den Subwoofer!

Das Lenkrad kennt man vom Octavia, im Innenraum wurde auch noch mal die Farbe aufgegriffen und selbst an die Kleinigkeiten hat man gedacht, so gibt es nun keine Schalter mehr für die Fensterheber – denn schließlich gibt es keine Seitenfenster mehr.

Ansonsten erinnert hier vieles an das Spenderfahrzeug! Das virtuelle Cockpit, die Instrumententafel, das Infotainmentsystem und auch die Assistenzsysteme durften drin bleiben.

Unter uns? Ich liebe emotionale Fahrzeuge und offene Fahrzeuge haben mich schon immer fasziniert. Ich mag auch Concept-Studien! Die zeigen einem immer was so möglich sein könnte und es gibt auch stets einen Ausblick in die Zukunft.

Also ich kann nur sagen: Liebe Azubis der Skoda Berufschule, das habt ihr mal wieder großartig gemacht und ich bin der Überzeugung, dass Skoda die fünf Mädels und 26 Jungs zunächst sicherlich nicht zu einem Marktbegleiter gehen lassen wird. Unterstützt werden die Azubis von Fachleuten aus diversen Abteilungen von Skoda und genau so müsste es doch eigentlich immer sein, oder? Das Wissen und Know how weitergeben an die folgende Generation, die aber dennoch ihre eigenen Ideen entwickeln und umsetzen lassen – so bringt man neue Ideen auf die Straße.

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...und hier geht es zum Voice over Cars Video: