2021 Nissan Qashqai 1.3 DIG-T (103kW|140PS) Fahrbericht Test Review Kritik Meinung Verbrauch

Der Nissan Qashqai ist DAS Fahrzeug von Nissan auf unserem Markt. Einer der wichtigsten Grundpfeiler und unterm Strich ein richtig gutes Auto. Wir sind das neue Modell im Alltag gefahren und der Qashqai hinterlässt nicht nur einen guten Eindruck, sondern steckt auch voller Überraschungen.

Unser Testfahrzeug ist mit der Einstiegsmotorisierung ausgestattet. Der 1.3 Liter Benziner bekommt Unterstützung durch ein kleinen Elektromotor, der zwischen 1.800 und 2.500 Umdrehungen eine maximale Leistung von 3,6 kW hinzusteuert – der Mild-Hybrid kann zwar nicht rein elektrisch fahren – aber definitiv Kraftstoff sparen!

Mit einer Leistung von maximal 103 kW, sprich 140 PS und einem maximalen Drehmoment von 240 Nm gewinnt man vielleicht keinen Stich im Autoquartett, erfreut sich aber an der Tankstelle. Der kombinierte Kraftstoffverbrauch wird mit 5,8l auf 100 km angegeben und diesen Wert konnten wir bei unseren Testfahrten – locker – unterbieten.

Bei der Fahrt über Land- und Autobahn bei gemäßigter Fahrweise und rechtzeitigen Schaltvorgängen können Werte unter 5,0 Liter auf 100 km realisiert werden. Bei flotter Fahrweise, wird man ein bis zwei Liter mehr einplanen müssen und wenn man die Höchstgeschwindigkeit von 196 km/h ausreizt, dann werden die 140 Pferdchen unter der Haube natürlich so richtig durstig. Das können wir dem Qashqai aber nicht ankreiden, denn das ist bei allen Fahrzeugen so.

Legt man es darauf an, dann durchbricht man die magische 100 km/h Grenze nach 10,2 Sekunden, bei unserem Testfahrzeug geht die Kraft des 1.3 l 4-Zylinder zunächst über ein sehr gutes und knackiges 6-Gang Schaltgetriebe und anschließend über die Vorderräder auf die Straße und das macht das Fahrzeug richtig gut. Das Fahrwerk präsentiert sich sehr gut abgestimmt, die Lenkung ist direkt und hinterm Lenkrad erfreut man sich über eine Fülle von Assistenzsystemen, welche dafür sorgen, dass die Fahrt nicht nur sicherer sondern auch komfortabler wird. Loben möchten wir ausdrücklich die sehr gut ablesbaren Displays, das Head-up-Display und die Tatsache, dass es noch klassische Bedienelemente gibt. Der Nissan Qashqai ist selbsterklärend, hier bleiben keine Fragen offen…
Das Kofferraumvolumen misst zwischen 479 und 1.447 Liter, im Fahrzeug selbst gibt es ausreichend Ablageflächen und in der zweiten Sitzreihe ist es gefühlt etwas luftiger geworden. Der Qashai überzeugt durch eine gute Rundum-Sicht und eine sehr gute Sicherheitsausstattung.
Stauassistent, adaptiver Tempomat, Querverkehrswarner und Apple Carplay und Co sind natürlich auch an Bord.

…und nun kommt eine sehr überraschende Empfehlung: Den Aufpreis für die stärkere Version mit 158 PS, den würden wir uns sparen. Der 1,3 Liter überzeugte im Alltag mit einem sehr guten Durchzug und durch den Startergenerator bekommt er zusätlich etwas Unterstützung. Mit dem Leergewicht von ca. 1,5 Tonnen hat das Aggregat keine Probleme. Der Motor wirkt kräftig genug für mehr als nur die Fahrt von A nach B. Kleiner Wehmutstropfen: Wer aber Allrad oder ein Automatikgetriebe bevorzugt, der muss zum stärkeren Antrieb greifen. Dort gibt es dann optional auch ein stufenloses Getriebe mit künstlich einprogrammierten Schaltstufen, der oft zitierte Gummiband-Effekt – also das typische laute Aufheulen des Motors – entfällt. Wer auf der Suche ist nach einem Nissan Qashqai Diesel, der muss sich nun auf dem Gebrauchtwagen-Markt umsehen, denn den neuen Nissan Qashqai wird es nur noch mit Benzin-Mild-Hybriden und später auch mit einem Voll-Hybriden geben, der Diesel wurde komplett gestrichen.

Preislich geht es los ab 25.790 Euro, je nach Austattungswünsche und Austattungslinie kann man den Basispreis nach oben treiben. Ab 36.240 Euro bekommt man die bereits sehr gut ausgetattete Tekna-Ausstattung inkll. Voll-LED-Scheinwerfer, 19″ Leichtmetallfelgen, Head-up-Display und einer sehr guten Vernetzung. Bei unserem Fahrzeug war noch das BOSE Premium Soundsystem verbaut, wer gerne Musik hört während der Fahrt, sollte sich dieses Feature unbedingt gönnen. Unser Testwagenpreis lag somit bei 37.790 Euro, damit ist der Japaner kein Schnäppchen mehr und trifft in dem Segment auf eine große Anzahl an Mitbewerbern, aber nach der Probefahrt können wir bestätigen, dass er weder den Vergleich, noch den Mitbewerb scheuen muss. Die dritte Generation des Qashqais bietet etwas mehr Platz, präsentiert sich up-2-date und bleibt unserer Auffassung nach DAS Erfolgsmodell bei Nissan.